Stimulation der Eierstöcke

Stimulation der Eierstöcke

Patienten, die in unser Zentrum kommen, werden folgende Untersuchungen bekommen:

Zunächst erfolgt eine Überprüfung der Indikation für die Behandlung und Erstellung eines Behandlungs- und Kontrollplanes. Dann werden Ultraschall- und Hormonuntersuchungen durchgeführt um zu beurteilen, ob und wann eine Behandlung begonnen werden kann und um die geeignete Dosis der Medikamente zur Stimulation festzulegen.

Weitere Kontrolluntersuchungen folgen ab dem 5. Tag der medikamentösen Stimulation der Eierstöcke, um das Wachstum der Follikel und die Hormonbehandlung zu steuern und den idealen Tag für die Auslösung des Eisprungs abzuschätzen. Diese Untersuchungen werden klinisch und mit vaginalem Ultraschall durchgeführt. In der letzten Kontrolluntersuchung wird festgelegt wann das Hormon hCG verabreicht wird um den Eisprungs auszulösen.

Anschließend folgen weitere Kontrollen um medizinische Komplikationen frühzeitig festzustellen und den Eintritt der Schwangerschaft zu bestätigen.

Risiken

Mehrlingsschwangerschaft: Der Eintritt einer Mehrlingsschwangerschaft ist auf die Entwicklung mehrerer Follikel zurückzuführen. In Folge einer Insemination wenn mehrere periovulatorische Follikel vorhanden sind, können als Folge Mehrlingsschwangerschaften auftreten. In diesem Fall liegt das Risiko von Zwillingen bei etwa 10-15%. Die Möglichkeit, dass eine größere Zahl von Mehrlingen entsteht, was eine schwerwiegende Komplikation darstellt, die dazu führt, dass sich das Paar Gedanken über die Möglichkeit einer Embryoreduktion machen muss, ist kleiner als 1%.

Das ovarielle Hyperstimulationssyndrom: Hierbei handelt es sich um eine überschießende Reaktion der Eierstöcke auf die medikamentöse Stimulationsbehandlung. Diese Komplikation ist bei Inseminationszyklen sehr selten, da die hierbei durchgeführte hormonelle Behandlung sehr mild ist. Wenn sich in den Ultraschall-Kontrollen eine zu große Anzahl an Follikeln entwickelt, wird der Zyklus abgebrochen.

Wenn sich ein Hyperstimulationssyndrom bei einer Patientin entwickelt, die für IVF oder ICSI stimuliert wird, ist ein Abbruch des Zyklus generell nicht geplant. Es werden jedoch zusätzliche Kontrolluntersuchungen notwendig, da ein Hyperstimulationssyndrom bei schwerer Ausprägung zu einer Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum und im Brustkorb, sowie zu Gerinnungsstörungen mit Störung der Nieren- und Leberfunktion führen kann. Gegebenenfalls ist in einem solchen Fall die Einweisung zu Behandlung in ein Krankenhaus erforderlich, da sich im schlimmsten Fall ein lebensbedrohliches Krankheitsbild entwickeln kann. Die leichten und mittelschweren Formen des Hyperstimulationssyndroms werden durch engmaschige ärztliche Überwachung und Bettruhe behandelt.

Die Tatsache, dass die Kinderwunschbehandlung durchgeführt wird, kann außerdem zu Ängsten oder depressiven Symptome bei den Partnern führen. Diese Probleme treten insbesondere auf, wenn das Paar nicht über die notwendigen Informationen verfügt und keine ausreichende professionelle Unterstützung erfolgt. In einigen Fällen können sich auch Probleme in der Beziehung ergeben. Unser Zentrum verfügt über einen Psychologen, der das Paar, wenn nötig, behandeln kann. Besonders in der Wartezeit zwischen der Behandlung und der Bestätigung der Schwangerschaft können gelegentlich verstärkte psychische Symptome auftreten.

In seltenen Fällen können als Komplikationen der Behandlung auch genitale Infektionen, sowie Blutungen und Torsionen oder Rupturen der Eierstöcke auftreten.

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